Teil 4 Täglich nur in Patchworkstoffe schwelgen

Heute: Herzlich willkommen in meinem Stoffgeschäft im schönen Osnabrück (er) Land - einfach nur schauen, einkaufen oder einen Kurs besuchen!


Punkt 16:00 Uhr öffne ich die Tore zu meinem Stoffgeschäft in Bad Essen Dahlinghausen. Ich bin gespannt, wie viele Kunden heute kommen werden.

Und dann geht die Türe auf. Was für ein Hallo, als Erika, Anita, Doris ... die Treppe heraufkommen. Auch Paula freut sich und holt sich erst einmal ihre Streicheleinheiten einschließlich Leckerli ab.

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Kunden präsentieren mit Stolz ihre fertigen Patchworkarbeiten

Und dann wird ausgepackt - die fertigen oder fast fertigen Quilts, Patchworkdecken, Taschen ..... Es sind wahre Wunderwerke, die meine Kunden da aus ihren Taschen zaubern und stolz präsentieren!  Ich staune über die kreative Zusammenstellung der Stoffmuster, das Nähgeschick und über die Farbkompositionen der Patchworkstoffe.

"Einfach genial", rufe ich und freue mich über so viel Kreativität und Ideenreichtum.

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Stoffe für neue Nähprojekte werden gesucht

Gemeinsam machen wir uns auf die Suche: es werden neue Stoffe für das nächste Projekt gesucht oder Rückseitenstoffe für die fast fertigen Quilts.  Wir nehmen Westfalenstoffe und Patchworkstoffe aus den Regalen und probieren immer wieder neue Stoffe-Kombinationen aus. Dazwischen quatschen, fachsimpeln und lachen wir - das macht den Kunden und auch mir Spaß!

Wie oft ist es dabei schon vorgekommen, dass wir Patchworkstoffe auf den Boden gelegt haben, weil der Platz auf den Tischen nicht mehr ausreichte, da sich da bereits andere vorausgewählte Stoffe türmen!  Wir hockten davor und sortierten die Stoffe hin und her und zwar solange, bis es geschafft war:  Die Traumkombination für die Patchworkstoffe gefunden!

Wenn meine Kunden dann glücklich über ihren Kauf sind und mein Geschäft freudestrahlend verlassen, dann bin auch ich glücklich und zufrieden.

Neugierige erkunden ungläubig die Stoff Vielfalt von Rose Decoration

Oftmals kommen auch Besucher, die sich mein Stoffgeschäft einfach nur mal ansehen möchten:

Immerhin türmen sich bei mir auf einer Fläche von 160 Quadratmetern unzählige bunte Stoffe, Bänder, Knöpfe, Vlies, Nähzubehör und viele selbst genähte Beispiele für die Verarbeitung von Patchworkstoffe, die anschaulich demonstrieren, was man aus Stoff so alles fabrizieren kann.

 N-hmaschine

Das hat sich in der Gegend längst herumgesprochen und lockt Neugierige an.

Viele haben noch nie etwas von Patchwork gehört und sind erstaunt, dass es nicht nur gestreifte oder karierte Westfalenstoffe gibt! Unnd auch darüber, dass es spezielle Patchworkstoffe gibt. Interessiert bestaunen sie die fertigen Quilts, Tischdecken, Stoffschachteln Kissen und Taschen und hören mir zu, wenn ich in groben Zügen erkläre, wie eine Patchworkdecke genäht wird.

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 Manche erschrecken, wenn sie hören, wie viel Zeit und Arbeit in der Verarbeitung der Patchworkstoffe und Westfalenstoffe steckt.

Doch ich ermutige sie und erkläre, dass die Arbeit an einer Patchworkdecke zwar Konzentration und Ausdauer erfordert, dass diese Aufgabe jedoch sehr erfüllend ist. Insbesondere dann, wenn an ihrem Ende eine so wundervolle Decke oder Quilt steht. Die meisten lassen sich nicht abschrecken, sondern sind so fasziniert, dass sie wieder kommen, um mit ihrer ersten Näharbeit zu beginnen. Gerne stehe ich mit Rat und Tat zur Seite, gebe Tipps und verrate Tricks bei der Verarbeitung der Stoffe, die helfen, anfängliche Schwierigkeiten zu meistern.

Der Samstag - der Tag der Nähkurse

Vorbereitung der Nähkurse

So vergehen die Wochentage. Am Samstag finden dann in meinem Kreativ Atelier oft Nähkurse oder Patchworkkurse statt. Die Vorbereitungen dazu treffe ich am Freitagabend. Dann werden aus den Tischen, die während der Woche als Auslagetische für Patchworkstoffe und Westfalenstoffe dienen, Seminartische.

Der Platz ist so reichlich, dass jeder Kursteilnehmer ausreichend Platz und seinen eigenen Tisch hat. Anschließend stelle ich die Kaffeetassen und ein wenig Nervennahrung bereit und mache die Kaffeemaschine startklar. Die Teilnehmer haben in den Tagen davor Westfalenstoffe, Patchworkstoffe oder andere Stoffe ausgewählt, die ich nun zusammen mit den ausgedruckten Anleitungen für das zu nähende Projekt auf den Tisch lege.

Der Nähkurs beginnt:

Am Samstagmorgen um 10:00 Uhr ist es dann soweit: Mit lautem Poltern und großem Hallo kommen die Kursteilnehmer mit ihren Nähmaschinen die Treppe hinauf. Zunächst herrscht ziemliches Chaos, und es dauert eine Weile, bis alle Nähmaschinen startklar sind.

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Das gilt auch für die Teilnehmer, die sich teilweise aus vorherigen Kursen kennen und die erst einmal Neuigkeiten austauschen und einen Schluck Kaffee trinken möchten.

Meistens sind für den Tag viele verschiedene Nähprojekte geplant, und so renne ich von einem zum anderen, um zu zeigen, was wie genäht wird. Die Zeit rast und schon ist es12 Uhr mittags. Alle wissen, was zu tun ist, und so schnurren die Nähmaschinen über die Patchworkstoffe und Westfalenstoffe.

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Dann wird es Zeit, das Mittagessen zu planen. Die Menükarte meines Lieblingsitalieners geht reihum, und das Essen wird bestellt. Ich eile ins Bernsteinzimmer und decke den Mittagstisch ein, als es auch schon an der Ladentür klingelt: "Pizza ist daaaa!!!" Meist wird die Pizza mit viel Lachen und Erzählen verdrückt und schnell geht es zurück ins Nähzimmer.

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Nach dem Mittagessen beginnt für mich eine Zeit der Achtsamkeit: Bei den Kursteilnehmern zeigen sich erste Ermüdungserscheinungen und Fehler schleichen sich im wahrsten Sinne des Wortes ein. Meist sind es die Kursteilnehmer, die von Anbeginn mit großer Geschicklichkeit nähen und kaum Fragen stellen. Plötzlich stellt sich heraus, dass sie die Innentasche verkehrt herum eingenäht oder die linke mit der rechten Stoffseite vertauscht haben. Dann ist die Enttäuschung groß, wenn das bereits Genähte wieder aufgetrennt werden muss und das Tagesziel gefährdet ist. Dann kann die Stimmung sehr schnell auf den Nullpunkt rutschen. Dann heißt es für mich Nerven bewahren, die Stereoanlage anstellen, Santiano auflegen, die Musik auf volle Lautstärke drehen und schnell mal eine kleine Polonaise durchs Atelier tanzen - ein Mittel, das sich schon oft bewährt hat. Danach ist in den meisten Fällen die Stimmung wieder in Ordnung, die Atmosphäre ist wieder locker, und es kann weitergehen. Seht dieses Video von Cathy Miller - es gibt ein wenig die Stimmung wieder!
https://www.youtube.com/watch?v=XzoL7ddTEnA

Der Nähkurs endet

Ab 17:00 Uhr beginnt sich der Kurs aufzulösen. Die ersten Teilnehmer haben ihre Werke aus Patchworkstoffe und Westfalenstoffe vollendet, packen ihre Sachen und verabschieden sich. Zwischen 18:00 und 19:00 Uhr ist der Kurs beendet. Alle Teilnehmer haben ihr Tagesziel erreicht und sind glücklich und zufrieden. Das bin ich auch: In meinem verwüsteten Atelier ist wieder alles still und ich bin fix und fertig.

Aber nein! Da war noch etwas - aufräumen!

Ich wünsche mir die Heinzelmännchen herbei, doch die haben samstags wohl immer Urlaub - aber alles halb so schlimm. Routiniert räume ich alles an seinen Platz und bin zwischen 20:00 und 21:00 Uhr fertig. Ich schleiche nach Hause, wo ich auf eine voll ausgeschlafene und freudig umherspringende Paula treffe, die Gassi gehen möchte ...

Und jetzt: Endlich in Stoffe und Patchworkstoffe schwelgen


Und dann kommt der siebte Tag der Woche! Der Sonntag! Da mache ich nichts - außer: Ich setze mich selbst an meine Nähmaschine, probiere Neues aus und schwelge in Stoffe, in Westfalenstoffe und Patchworkstoffe.

 

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  • tolles Geschäft

    Hallo Frau Niebuhr-Offermann
    Ihr Geschäft ist echt klasse! So viel Platz und so viele Stoffe, da kann man ganze Tage verbringen und immer noch etwas neues entdecken! Ich komme bald wieder

  • Perlen muß man suchen!

    Hallo,
    Rose Decoration ist ja nicht leicht zu finden. Aber ich hab Euch gefunden! !!!!!! Bin ganz erschlagen von der Stoffauswahl! Bin bald wieder da!
    Liebe Grüße Elke

  • tolles Hobby

    Oh, nach diesem Beitrag bin ich neugierig auf das Geschäft geworden.
    Das muß ich wohl unbedingt mal besuchen.
    Toll finde ich , daß eine Kundin ihren wunderbaren Afrikaquilt, der hier in unsrem schönen Sachsen kreiert wurde, Euch präsentiert hat.
    Egal wo, Patchwork ist doch ein tolles Hobby.

    Liebe Grüße
    Gabriele

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